Wie man mit einer Website alles ändert.

Im Januar 2018 ging unsere neue Website online – unseren werten Newsletter-Abonnenten haben wir es damals schon mitgeteilt. Einmal alles anders, hatten wir angekündigt. Was das genau bedeutet, und was es gebracht hat, das können Sie hier nachlesen.

Wie es dazu kam

Zu allererst ganz kurz: Am Anfang war ein Gedanke – wir fragten uns, wieviel Produkte und Projekte unsere Agentur eigentlich durchlaufen. Wir setzten uns hin und überschlugen das kurz – und kamen auf Hunderte pro Jahr. Weil das niemand weiss, obwohl es doch eigentlich recht bemerkenswert ist, fragten wir uns, wie es wäre, wenn man auch das kleinste Projekt – einfach alles – auf einer Website abbilden würde. Die neue Website war gezeugt.

Voraussetzungen schaffen

Hunderte von Projekten auf einer Website auszuweisen klingt erstmal einfach nach einer Menge Arbeit. Ist es auch. Aber damit ist es nicht getan. Denn wenn man eine Menge Arbeiten auf der Website haben will, dann werden auch viele Arbeiten dazu kommen. Und dafür braucht es als erstes ein Redaktionskonzept.

Eine neue aufgeschaltete Unterseite pro Tag, das war das Ziel – ob das ein Blogeintrag oder eine Referenz ist. Das ist eine hohe Schrittzahl und muss dementsprechend gut geplant sein. Deswegen mussten Vorlagen geschaffen werden, mit denen schnell und effektiv Arbeiten fotografiert, Bilder aufbereitet und Texte erfasst werden konnten. Dazu benötigten wir das richtige Content Management System und einen teilweise automatisierten Seitenaufbau der Website, damit all diese Inhalte auch ihren täglichen Weg ins Web finden konnten. Und schlussendlich musste auch die eigentliche Arbeit gemacht werden.

Prozesse anpassen

Wenn jeden Tag eine neue Referenz aufgeschaltet werden soll, dann müssen die Prozesse so eingerichtet sein, dass dies möglich ist, ohne dass eine zusätzliche Stelle geschaffen werden muss. Jede abgeschlossene Arbeit wird direkt fotografiert im eingerichteten Mini-Studio, eine Liste von Arbeiten mit entsprechendem Status weist die Arbeiten dem entsprechenden Agenten zu, und so arbeitet sich jede Referenz von der Fertigstellung auf die Website hoch. Wenn der Prozess funktioniert, dann könnten jeden Tag zehn neue Referenzen hochgeladen werden. Da es per Definition nur eine braucht, wächst der Vorrat an fertigen Referenzen, die in «Notzeiten» – wenn die Projektlast so hoch ist, dass an den Referenzen zeitweise gar nicht gearbeitet werden kann – immer noch aufgeschaltet werden. Perfekte Kontinuität.

Freunde der Suchmaschinen

Was das alles bringt? Platzierung. Und zwar gleich mehrfach. Einerseits mögen Suchmaschinen, wenn sich viel bewegt, und sie belohnen das mit besserem Ranking. Zusätzlich und viel wichtiger: Jede dieser Seiten trägt die Art der Arbeit in der Überschrift. Damit wird die Seite gefunden, und zwar beispielsweise wenn jemand «Flyer» oder «Plakat» oder «Kampagne» sucht. Anstatt uns also auf Biegen und Brechen und mit suchmaschinentechnischen Ellenbogen darum zu streiten, unter «Werbeagentur» gefunden zu werden, werden wir nun überall da gefunden (und zwar oft an allererster Stelle), wo jemand etwas Konkretes sucht.

Was bringt das alles?

Das erste halbe Jahr des Betriebs ist um, und wir können erste Schlüsse ziehen. Es funktioniert. Der Prozess ist umgesetzt und funktioniert, unsere Arbeiten sind damit nicht nur auf der Website veröffentlicht, sondern logischerweise auch intern perfekt dokumentiert. Damit können wir, wenn wir eine Präsentation zusammenstellen, Bilder einfach auswählen und müssen sie nicht mehr aufwändig erstellen. Da alle Bilder auf der Website ausserdem per Hashtag thematisch geordnet und überdies alle im selben Format sind, haben wir Präsentationsvorlagen geschaffen, in welche wir Referenzbilder direkt von der Website einfügen können. Das spart sehr viel Aufwand. Online werden wir zu allen Begriffen sehr gut gefunden und immer wieder kontaktiert für Aufgaben, die von anderen Agenturen in Suchmaschinen einfach nicht abgedeckt werden. Da Kunden aber oft ganz konkrete Herausforderungen haben und danach suchen, finden sie eben unsere Website. Zusätzlich haben wir durch die neue Website ein unerschöpfliches Reservoir an Content für Social Media geschaffen. Unsere Redaktionspläne sind so generisch, dass wir für die nächsten zwei Jahre jetzt schon Content bereit haben. Dazwischen können wir bequem hin und wieder Bezug nehmen auf Aktuelles – wir müssen aber nicht.

Würden wir es wieder tun?

Unbedingt. Ein Jahr Aufwand ist viel. Aber es hat sich mehr als gelohnt. Heute ist nicht nur unsere Website, sondern sind all unsere Prozesse auf Online Marketing umgestellt. Das macht sich bezahlt. Und zusätzlich haben wir damit in einem «geschützten» Umfeld einen Use Case schaffen können, den wir nun für unsere Kunden reproduzieren und anpassen können. Wir können Ihnen das nur empfehlen.