Hommage an eine Website (Vorsicht: Emotionen).

Es folgt ein Einblick in mein Reisetagebuch. Warum, werden sich jetzt einige fragen? Weil es Zeit für eine Zwischenbilanz ist, und das hat einen guten Grund: Die Fertigstellung unserer neuen Website (vor dem inneren Auge fällt jetzt buntes Konfetti und im Hintergrund knallt ein Prosecco-Korken). Soweit so gut.

Meine Reise auf offener See hier bei Schwindl Schär geht inzwischen schon einige Monate und von so manchem Wellengang konnte ich bereits berichten. Eine ganz besondere und wirklich zeit-, klick-, gedanken-, upload- und programmierintensive Aufgabe hat mich gleich am Anfang empfangen und bis heute begleitet. Mein treuer Kumpan: unsere neue Website!

Mit Beginn meiner Zeit hier im August 2017 war mein Wegbegleiter in Form eines unglaublich kreativen HTML-Codes bereits fast ein Jahr alt. Unsere Aufgabe: gemeinsam laufen lernen. Klingt komisch, ist aber wirklich so. Mein in Sachen Websites ziemlich leerer Rucksack wurde deswegen die letzten Monaten rasant gefüllt. Und mit ihm die Inhalte der Website.

Ebenen, Seiten, Unterseiten, Unterseiten von Unterseiten – die Vielfalt an Seiten wurde per Dominoeffekt in jegliche Richtungen maximal ausgeschöpft. Und in jeder einzelnen Seite steckt Herzblut drin (Ich hatte Sie vorgewarnt: Emotionen). Beim Verfassen dieser Zeilen, meiner ganz persönliche Hommage an meinen Kumpanen, wird die Frage grösser, wie ich dieses halbe Jahr auf’s Blatt bekommen soll. Zu aller Verdeutlichung: Wir sprechen hier bis jetzt von 471 Seiten, deren Erarbeitung ich hier auf einer Seite zusammenfasse. Alle für sich gefüllt mit Informationen, Fotos, Beschreibungen, ALT-Texten und Hashtags. Das Sahnehäubchen: die Verlinkung untereinander. Und nein, das ist noch nicht einmal alles. Meine Emotionen sind gerechtfertigt.

Denn ein einschneidendes und für mich spektakuläres Ereignis stellt ein Tag dar: der Erstkontakt mit Programmierern. Die Frage, ob wir überhaupt die gleiche Sprache sprechen, konnte glücklicherweise mit dem ersten Telefonat bejaht werden. Sie verstehen mich und ich sogar Bruchstücke ihrer Welt. Noch nie klang Programmieren so leicht, wie wenn arteria das Telefon abnimmt, noch nie habe ich eine Nummer in den letzten Wochen so oft gewählt wie diese (ausser Swisscom legt mal wieder alle Leitungen lahm). Das Allheilmittel bei Verständnisfragen und 404-Kummer. Mein Rucksack enthält seitdem ein paar HTML-Fremdwörter, HEX-Codes und CSS-Styles.

So verging kein Tag, an dem mein Kumpan nicht laufen gelernt hat. Täglich wurde getippt, fotografiert, hochgeladen, neu fotografiert und manchmal sogar dreifach abgeknipst – Arbeiten, Logos und einmal sogar wir selbst: Der Tag der Teamfotos. Ich, das muss gesagt werden, hatte bei dieser Aktion unglaublich viel Spass. Der Fotograf, Mathias Mangold, stellte sein Talent einmal mehr bei Extrembedingungen unter Beweis. Schuld daran war aber nicht nur mein unwillkürlich immer wieder ausbrechender Lachanfall, auch andere Beteiligte hatten da eine gewisse Mitschuld, zum Glück.

Jedes Foto, jeder Klick ein kleiner Fortschritt auf dem Weg zur Fertigstellung der Website. Manchmal auch nicht, aber dann gibt es ja arteria, die einem die Fehlermeldung wegklicken. Wohl bemerkt wurde in diesen vier Wänden so viel geklickt, dass sogar die eine oder andere Maus den Geist aufgab – keine Verschleisserscheinung, sondern reine Muskelkraft (die Emotionen wieder). Und jetzt ist es soweit.

So viel zu meiner Geschichte, aber schauen Sie selbst: Klicken Sie sich durch unsere Website, es lohnt sich, sie läuft jetzt nämlich von ganz allein. Bereiten Sie ihr Trackpad oder ihre Maus gut drauf vor, man kann sich nämlich durch unzählige spannende Seiten, Unterseiten und Unterseiten von Unterseiten bewegen. Ich spreche da aus Erfahrung, ich habe jede einzelne angelegt. Wir freuen uns auf Ihren Besuch – allein die Schokoladenseiten unserer lachenden Gesichter sind ein Blick wert, finden Sie nicht?

Klicken auf eigene Gefahr!